Rasenmähroboter bei der Arbeit - ©distelAPPArath / PixabayRasenmähroboter bei der Arbeit - ©distelAPPArath / Pixabay

Rasenmähroboter – Wissenswertes und Ratgeber

Alles über Mähroboter. Bauarten, Vorteile und Nachteile.

Bereits Mitte der 1990er-Jahre begannen etablierte Firmen, wie Husqvarna und Robomow, damals Friendly Robotics, sich mit der Entwicklung von automatisch arbeitenden Rasenmähern zu beschäftigen. Dies hatte zur Folge, dass schon im Jahre 1995 der erste Rasenmäher, der selbstständig den Rasen kürzen konnte, der teilweise solarbetriebene Solarmower, auf den Markt kam. Allerdings fand dieses Modell nicht eigenständig den Weg in die Ladestation. Dies änderte sich erst im Jahre 1998, als der erste Rasenmähroboter völlig selbstständig mähen konnte und den Weg zur Ladestation alleine fand. Dies war der Durchbruch auf dem Gebiet der Rasenmähroboter.
Was ein Rasenmähroboter ist, welche Arbeiten beziehungsweise Bauformen und welche Vor- und Nachteile es gibt, welche Produkteigenschaften sie haben, was sie kosten, wie man den richtigen Rasenmähroboter für sich selbst findet, welche Alternativen mit Vor- und Nachteilen es gibt, ob es Tests und Erfahrungsberichte nachzulesen gibt und was man sonst noch über diese Mähroboter wissen sollte, darüber informiert der nachfolgende Ratgeber.

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Rasenmähroboter – was ist darunter zu verstehen?

Wie in den Bereichen der Haushalte auch, wo heute unter anderem Saugroboter, Wischroboter oder Fensterputzroboter anzutreffen sind, hat sich auch im Gartenbereich die fortschreitende Entwicklung in der Robotik durchgesetzt. Hier werden auch konventionelle Maschinen von Robotern, wie beispielsweise den Rasenmährobotern, abgelöst. Durch die autonomen Greenkeeper werden die, für die Instandhaltung und Bewirtschaftung von Rasenflächen Verantwortlichen sowie die Gartenbesitzer ersetzt. Er ist ein kleiner Helfer, der selbstständig und automatisch die Pflege des Rasens übernimmt.
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Der Rasenroboter gehört zu den Servicerobotern, eine Maschine, die eigenständig (autonom) arbeitet und entscheidet. Anweisungen geben, steuern oder überwachen durch den Menschen erübrigt sich. Sämtliche Aktivitäten, wie die Auswahl der Bereiche, die der Roboter abfahren soll oder wann er zur Basis zurückkehren soll, werden über die integrierte Software geregelt. Es lassen sich sogar kalenderabhängige Mähprogramme programmieren oder per Smartphone App das Schnittprogramm starten. Das Gerät ist lediglich einzuschalten. Dank des Einsatzes eines Rasenmähroboters wird Zeit eingespart, die der Besitzer für andere wichtige Tätigkeiten oder für die Freizeitgestaltung nutzen kann. Ein weiterer Vorteil ist die Energieeinsparung des Roboters während seines Einsatzes. Diese Geräte sind wesentlich sparsamer als die mit Benzin oder Strom angetriebenen Rasenmäher.

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Mähroboter – Arten und Bauformen mit Vor- und Nachteilen

Rasenmähroboter weisen meist alle eine sehr kompakte Bauform auf und werden fast ausschließlich über eingebaute, wartungsfreie Akkus betrieben. Diese sichern die Energieversorgung des Rasenroboters und sind in vielen Fällen austauschbar. Sollte der Akkustand einmal die 30 Prozent-Grenze unterschreiten, sucht der Mäher die Ladestation unverzüglich auf, um sich erneut aufzuladen. Die Abmessungen belaufen sich je nach Modell beim Durchmesser auf circa 50 bis 75 Zentimeter und in der Höhe circa 25 bis 40 Zentimeter. Konzipiert sind die Rasenmähroboter für eine Flächenleistung ab 200 bis zu mehreren 1.000 Quadratmetern. Unterschiede bestehen auch in der Schnittbreite, Akkuleistung und in den Motoren.
Den Rasen kürzen sie mit einem Mulch-Mähwerk, das mit scharfen Messern versehen ist und meist nach dem Zufallsprinzip arbeitet. Aber auch ein intelligentes Navigationssystem kommt bei einigen Rasenmährobotern zum Einsatz. Die Grasabschnitte sind so fein, das die Partikel nicht eingesammelt werden müssen, sondern zum Kompostieren auf dem Rasen liegen bleiben können und so der Rasen mit den benötigten Nährstoffen und Mineralien versorgt wird. Die zu mähenden Rasenflächen werden meist mit Begrenzungsdraht umgeben (Induktionsschleife).

So wird gewährleistet, dass der Mähbereich des Rasenroboters klar definiert ist. Eventuell vorhandenen Hindernissen geht der Mäher aufgrund der Ausstattung mit diversen Sensoren wie Stoßsensoren oder Ultraschallsensoren aus dem Wege. Das trifft auch auf ausgesparte Bäume, Teiche oder Beete zu, die mit Begrenzungsdraht ausgegrenzt wurden. Es gibt aber auch Modelle, die erkennen, ob der Rasen bereits gemäht ist. Auch die Ausstattung mit einem Kompass oder GPS ist bei teuren Modellen gegeben.

Rasenmähroboter, die ohne den Begrenzungsdraht betrieben werden, gibt es auch. Diese Modelle sind mit Rasen-Sensoren ausgestattet. Für das Rasenmähen im professionellen Bereich, wie der Einsatz in Park- oder Golfanlagen, können auf dem Markt als akku- oder benzinangetriebene Geräte erworben werden. Diese Roboter halten Rasenflächen bis zu 20.000 Quadratmetern, sogar auf Steigungen bis zu 30 Prozent, kurz.

Grundsätzlich wird zwischen zwei Arten von Rasenmährobotern unterschieden. Dabei handelt es sich um die automatischen Rasenmähroboter und die vollautomatischen Rasenmähroboter.

Automatischer Rasenmähroboter

Der automatische Rasenmähroboter mäht, wie schon zu vermuten ist, den Rasen automatisch. Das heißt, er fährt die Grünfläche ab und kürzt die Grashalme so, wie es auch sein vollautomatisches Pendant tut. Allerdings fährt das automatisch arbeitende Gerät die Ladestation nach Beendigung seines Mäheinsatzes nicht wieder selbstständig an, sondern bleibt am Ort der Beendigung seiner Arbeit stehen, sodass der Besitzer den Mähroboter anheben und in die Ladestation zurückbringen muss. Dies ist zwar ein wenig mehr Aufwand, aber aufgrund der eingesparten Restenergie, die der Roboter benötigt, um in die Basis zurückzufahren, ist es auch möglich, größere Rasenflächen pflegen zu lassen.
Mähroboter - ©fesehe / Pixabay
Vorteile des automatischen Rasenmähroboters:
  • Automatisches Mähen
  • hohe Funktionalität
  • Ausnutzung des gesamten Akkus
  • optimal für große Flächen
Nachteile des automatischen Rasenmähroboters:
  • Kein automatisches Anfahren der Basis
  • Besitzer muss Gerät in Ladestation verbringen

Vollautomatischer Rasenmähroboter

Obwohl gegenüber dem automatischen Mähroboter eine hohe Kongruenz gegenüber dem vollautomatischen Mähroboter herrscht, sind doch einige Besonderheiten erkennbar. Der vollautomatische Rasenmähroboter ist in Abhängigkeit von der Akku-Ausstattung meist für kleinere Rasenflächen konzipiert. Diese Geräte suchen nach Beendigung ihres Mäheinsatzes die Ladestation selbstständig, um sich wieder aufzuladen. Daher stellt es auch kein Problem dar, wenn der Roboter einmal zwei Wochen von dem Besitzer nicht beaufsichtigt wird. Seinen Mäheinsatz startet der kleine flexible Gartenflitzer automatisch.
Mähroboter - ©Hans / Pixabay
Vorteile des vollautomatischen Rasenmähroboters:
  • Automatisches Mähen mit guten Mähergebnissen
  • hohe Flexibilität
  • automatisches Anfahren der Ladestation
  • autarke Nutzung möglich
Nachteile des vollautomatischen Rasenmähroboters:
  • Meist für etwas kleinere Flächen konzipiert

Rasenmähroboter – Eigenschaften, auf die besonders zu achten is

Um einen sehr guten Rasenmähroboter zu erwerben, sollte das Gerät einige Kriterien erfüllen. So sollte der Mäher entsprechend der Größe der zu mähenden Rasenfläche konzipiert sein. Auch die Leistung sollte auf die Rasengröße abgestimmt sein. Nur so ist ein Zwischenladen zu vermeiden. Hier wäre ein Gerät mit etwas mehr Reichweite angebracht. Außerdem sollten dem Rasenroboter weder verwinkelte Flächen oder starke Erhebungen sowie Wege, Beete oder Hindernisse nichts ausmachen. Gut wäre es, bei vorhandenen unebenen, steilen oder steinigen Flächen den Roboter einem Testlauf zu unterziehen.
Mähroboter - ©Leo_65 / Pixabay
Wichtig ist auch, ob der kleine Gartenhelfer auch bei Regen und Nässe mähen kann, das heißt, ob er mit Wettersensoren ausgerüstet ist. Natürlich sollten in den Rasenmähroboter unterschiedliche, nicht immer benötigte Funktionen integriert sein. Auch das Programmieren von Mähintervallen und eine Schnitthöhen-Verstellbarkeit sollten möglich sein. Um sicherzugehen, dass das Gerät in seinem definierten Arbeitsbereich arbeitet, ist auf die Begrenzung zu achten und der Rasen entsprechend mit Begrenzungskabel abzustecken.

Wichtig ist auch die Sicherheit. Zum Schutz von herumlaufenden Kindern oder kleinen Haustieren sind einige Sicherheitsfaktoren zu beachten. Da wären zum einen die extrem scharfen Mähmesser. Diese sollten so weit wie möglich von dem Gehäuse entfernt installiert worden sein. Ein automatischer Stopp darf zur sofortigen Blockierung der Messer beim versehentlichen Anheben des Roboters während des Betriebes keinesfalls fehlen. Auch an den Diebstahlschutz sollte man denken, denn Rasenmähroboter sind bei Langfingern sehr begehrt. Daher sollte der Roboter mit einer 4-stelligen-PIN abgesichert sein.

Dass das Budget, das man für einen Rasenmähroboter investieren möchte, eine Rolle spielt, ist nicht von der Hand zu weisen, denn eine günstige Anschaffung ist ein derartiges Gerät nicht.

Rasenmähroboter – der Anschaffungspreis

Die Anschaffungskosten für einen Rasenmähroboter variieren zwischen den einzelnen Modellen. Hier reicht die Spannweite von 600 Euro für Einsteigermodelle und bei bis zu 3.000 Eurofür Rasenroboter mit stärkeren Motoren und größeren Reichweiten. Die Mähroboter sind also wesentlich teuerer als die herkömmlichen Rasenmäher. Aufgrund der Akzeptanz und der stetigen Nachfrage ist damit zu rechnen, dass das Preisniveau künftig etwas sinkt.
Mähroboter - ©Hans / Pixabay
Kunden, die die Installation des Gerätes und das Verlegen des Begrenzungsdrahtes zur Definierung des Arbeitsbereiches des Rasenroboters durch eine Fachfirma vornehmen lassen möchten, müssen hierfür einen Pauschalpreis entrichten. Dieser beläuft sich bei einer oberirdischen Kabelverlegung bei einer Rasenfläche von zirka 200 Quadratmetern rund 200 Euro, bei Flächen von zirka 600 Quadratmetern 400 Euro, bei 1.000 Quadratmetern 500 Euro und bei 2.000 Quadratmetern zirka 1.000 Euro.
 

Wo kann man den für sich richtigen Rasenmähroboter erwerben?

Hat man sich für einen Kauf eines Rasenmähroboters entschieden, stellt man sich oft die Frage, wo man den richtigen Rasenroboter erwerben kann. Der Kauf eines derartigen Gerätes kann sowohl über einen Fachhandel vor Ort als auch über renommierte Onlineshops erfolgen. Beachten sollte man jedoch, dass der Fachhandel meist nur eine kleine Auswahl anbietet und auch preislich höher liegt. Über das Internet hat man eine wesentlich größere Auswahl, man kann die einzelnen Geräte vergleichen und preiswerter sind sie auch. Außerdem sind hier auch viele Kundenrezensionen zu lesen. Daher ist der Kauf über das Internet wesentlich einfacher und zurückschicken kann man das Gerät auch, wenn es den Vorstellungen des Kunden nicht entspricht.
 

Wo kann man Tests und Erfahrungsberichte nachlesen?

Wie schon erwähnt, besteht die Möglichkeit, in den betreffenden Onlineshops entsprechende Kundenrezensionen zu den einzelnen Rasenmährobotern nachzulesen. Aber auch die Stiftung Warentest hat einige Testberichte, die über diverse Rasenmähroboter Auskunft geben, anzubieten. Auch verschiedene Websites bieten Testergebnisse beziehungsweise Testberichte zum Nachlesen an.

Rasenmähroboter – Alternativen und deren Vor- und Nachteile

Die Alternative zu einem Rasenmähroboter mit Begrenzungsdraht ist ein Rasenmähroboter ohne Begrenzungskabel. Doch welche Vor- und Nachteile bringt diese Alternative mit sich.
Vorteile:

Mähroboter ohne Begrenzungskabel sind in der Lage Mäheinsätze zu fahren, ohne dass der Arbeitsbereich mit Begrenzungskabel definiert werden mußte. Somit fällt die Verlegung des Begrenzungs- und Suchkabels, was doch bei größeren Rasenflächen sehr zeitaufwendig sein kann, weg. Die Inbetriebnahme kann sofort nach dem Aufladen erfolgen. Das Gerät braucht nur auf die Rasenfläche gestellt und aktiviert werden. Eine große Entlastung ist es, wenn in der Rasenfläche diverse Blumenbeete integriert wurden. Das Gerät kann dank seiner Flexibilität auch auf anderen Rasenflächen eingesetzt werden. Ein Aspekt, der sich auch positiv bei der Gartengestaltung auswirkt.

Auch Menschen mit Gräserpollenallergie können von den alternativen Rasenmähern profitieren. Da sich die Pollen schnell in hohem Gras verteilen, aber der Roboter dieses regelmäßig kürzt, reduziert sich der Pollenflug. Außerdem wird durch den Mähroboter ohne Begrenzungsdraht gegenüber einem Benzin-Rasenmäher weniger CO2 Emissionen produziert.

Nachteile:

Ein Nachteil des Rasenmähroboters ohne Begrenzungsdraht ist, dass er meist für kleinere Rasenflächen konzipiert ist. Auch sein Preis, der aufgrund der Ausstattung des Gerätes mit den vielen benötigten Sensoren recht hoch ist, ist ein Nachteil. Es kommt ab und zu auch vor, dass hin und wieder ein Sensor zu langsam ist und dadurch das Gerät eigene Wege geht und sich im Blumenbeet verirrt. Allerdings ist dies bei den moderneren Modellen nicht mehr der Fall. Ein weiterer Nachteil ist, dass man vor dem Einsatz des Rasenroboters ohne Kabel die zu bearbeitende Fläche von eventuellen kleinen Ästen oder Steinchen und kleinem Spielzeug zur Verhinderung von Beschädigungen des Gerätes befreien muss. Sind die Hindernisse jedoch höher als 20 Zentimeter, ist dies kein Problem mehr.

Kurzes Fazit

Rasenmähroboter verhelfen dem Gartenbesitzer zu einem gepflegten Rasen, ohne dass er selbst den Rasenmäher in die Hand nehmen und schieben muss. Außerdem hat er, da die Geräte automatisch das Gras kürzen, mehr Freizeit, in der er anderen Tätigkeiten nachgehen kann. Da mithilfe eines Rasenmähroboters der direkte Kontakt mit den Grashalmen vermieden wird, profitieren besonders die Allergiker davon. Doch auch die Ohren der Nachbarn werden aufgrund des niedrigen Geräuschpegels des Mähroboters während des Mäheinsatzes geschont. So kann das Gerät sogar in der Nacht sowie an Sonn- und Feiertagen seiner Arbeit nachgehen.
 
Da bei den Rasenmährobotern ein Mulch-Mähwerk zum Einsatz kommt, verbleiben die Graspartikel auf der Rasenoberfläche, verrotten dort und versorgen die Grünfläche mit wertvollen Mineralien und Nährstoffen. Das Resultat ist ein sattgrüner Rasenteppich. Allerdings sind vor dem ersten Mäheinsatz einige Vorbereitungsarbeiten durchzuführen. So ist es erforderlich, wenn ein Rasenmähroboter zum Einsatz kommt, der mit Begrenzungskabel arbeitet, die Arbeitsbereiche des Roboters durch Verlegen des Begrenzungsdrahtes zu definieren. Bei Rasenmährobotern, die mit Sensortechnik ausgestattet sind, sind keine Begrenzungskabel zur Definierung der Arbeitsbereiche erforderlich.

Vergleicht man die Rasenmähroboter mit ihren manuell betriebenen Pendants, kann man feststellen, dass sie im Anschaffungspreis recht hoch angesiedelt sind. Sie sind dennoch eine lohnenswerte Investition. Eines sollte man jedoch vor dem ersten Gebrauch des neuen Gerätes tun, man sollte die Bedienanleitung sowie die sicherheitstechnischen Hinweise des Herstellers gründlich lesen und die in diesem Ratgeber gegebenen Informationen beherzigen. Dann sollte der Gartenbesitzer lange Freude an seinem Rasenmähroboter haben.

Unsere Bewertung

Mähroboter - ©Mähroboter
Mähroboter
Wenn man bereit ist, einiges für einen Mähroboter auszugeben, kann dieses Gerät viel Zeit und Mühr sparen. Wichtig ist, sich vor einem Kauf gründlich zu informieren und sich im Klaren darüberzu sein, was ein Rasenmähroboter kann und was nicht.
Marke / Hersteller: Diverse
Unser Rating: 5 von 5 Sternen
Letztes Update: 19.06.2020 11:13